Nicole Rautenberg, Geschäftsführung BfG, Hanaus OB Claus Kaminsky, Stefan Bahn, Thomas Niewalda und Susanne Hohl-Glassen vom Karussell-Förderverein bei der Pressekonferenz am 5. Februar 2019

Mit vereinten Kräften fürs Comoedienhaus Wilhelmsbad

Seit seiner Wiedereröffnung im Jahr 1969 hat sich das Comoedienhaus Wilhelmsbad zu einem bedeutenden Teil der Hanauer Kulturlandschaft entwickelt. In diesem Jahr feiert das 1871 erbaute kleine Barocktheater im Staatspark sein 50-jähriges Spielzeitjubiläum.

Dieses halbe Jahrhundert ist an der Spielstätte, die seit 2015 unter dem Dach der Betriebsführungsgesellschaft Hanau mbH (BFG) angesiedelt ist, nicht spurlos vorüber gegangen. Um die Betriebsfähigkeit des Comoedienhauses mittel- bis langfristig zu sichern, ist eine Sanierung in naher Zukunft unumgänglich. Dies betrifft sowohl die bauliche Substanz wie auch die technischen Anlagen. Erfahrungsgemäß fallen dafür bei einem historischen Gebäude wie dem Comoedienhaus beträchtliche Kosten an. „Die Stadt Hanau wird erhebliche Investitionen für das Comoedienhaus zum Erhalt der baulichen Substanz und der behördlichen und brandschutztechnischen Anforderungen aufbringen“, sichert Oberbürgermeister Claus Kaminsky die städtische Unterstützung zu. Darüber hinaus hat der Förderverein für das historische Karussell in Wilhelmsbad e.V. seine Bereitschaft erklärt, sich mit seinen Mitgliedern für den Erhalt des schmucken Theaterhauses zu engagieren. „Dafür haben wir bei unserer Mitgliederversammlung im Juni letzten Jahres eigens die Satzung geändert und so das Wirkungsfeld des Fördervereins über das historische Karussell hinaus auf für die Förderung des Erhalts aller Einrichtungen im Staatspark Hanau-Wilhelmsbad erweitert“, erklärt der Vereinsvorsitzende Stefan Bahn. „Das historische Karussell wird für uns als Förderverein- das ‚Herzstück‘ bleiben, doch wir sehen den Staatspark als großes Ganzes und was wäre ‚unser Herz‘ ohne die vielen anderen Organe, die den Park so einmalig und historisch wertvoll machen“, ergänzt sein Vorstandskollege Thomas Niewalda. So wolle der in der Spendenakquise nachweislich ideenreiche Förderverein Geld für die Modernisierung der technischen Ausstattung des Theaters einwerben.

„Technisch sind wir auf dem Stand von 1969, wenngleich noch immer alles funktioniert. Aber um einen Modernisierung kommen wir nicht umhin, zumal es immer schwieriger wird, Ersatzteile für die alten Anlagen zu finden“, schildert BFG-Geschäftsführerin Nicole Rautenberg den Status Quo. Stefan Bahn und sein Vorstandskollege Thomas Niewalda erklärten, vor allem mit einer Spendenbox, die ihren festen Platz im Comoedienhaus haben wird sowie einem zusätzlichen mobilen Pendant und der Wiederaufnahme der früheren Stuhlpatenschaften der Kategorien Gold, Silber und Bronze Geld für die Modernisierung erlösen zu wollen. „Unser Ziel ist es nun, für alle 211 Theaterstühle Paten zu finden, um mit ihrer Unterstützung den Fortbestand des Theaters zu sichern. Alle Paten werden auf einer eigens dafür erstellten Förderer-Tafel im Foyer des Comoedienhauses namentlich erwähnt, um deren Verbundenheit zum Theater zum Ausdruck zu bringen“, erläutert Stefan Bahn das Konzept. Hanaus Stadtoberhaupt hatte bereits bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins zugesagt, jeden Euro, den der Förderverein für die Sanierung sammelt, zu verdoppeln. „Die Brüder-Grimm-Stadt ist stolz und glücklich einen derart aktiven und außerordentlich erfolgreichen Förderverein zu haben und weiß dessen Unterstützung mehr als zu schätzen“, unterstrich der Oberbürgermeister bei einem gemeinsamen Pressegespräch. „Unsere Zusage steht und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir mit vereinten Kräften unser kleines historisches Theater in Wilhelmsbad baulich und technisch zukunftsfest machen. Wir wollen auch in den nächsten fünfzig Jahren in diesem einzigartigen Kulturort im Staatspark Wilhelmsbad weiterhin Unterhaltung für jeden Geschmack in historischer Umgebung bieten“, bekräftigte Kaminsky.

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