Bild von Hänsel und Gretel auf Hessisch Veranstaltungsfoto

Hänsel und Gretel auf Hessisch

Bei diesem Märchen denkt man sofort an die Brüder Grimm und auch eine Version im hessischen Dialekt erscheint fast selbstverständlich, verbindet man die Grimms und ihre Märchensammlung doch stark mit ihrer hessischen Heimat.
Tatsächlich handelt es sich aber um einen Erzählstoff, den man in ganz Europa vorfindet, vom neapolitanischen Pentameron bis zum russischen »Zuckerhäuschen«. Allein in deutscher Sprache sind über 70 Fassungen bekannt.

Die Aufführung des Hanauer Papiertheaters beruht auf einer Variante aus Dänemark, dort als »Pandekagehuset« bekannt.
Dekorationen, Figuren und Textbuch, auf denen Helmut Wurz in den 1980er Jahren seine Inszenierung aufbaute, erschienen 1941 bei Carl Allers Etablissement in Valby, Dänemark. Die Dekorationen stammen von dem Maler Alex Secher, die Figuren zeichnete Harry Nielsen. Das Stück gehörte ursprünglich zum 1941 erschienenen »Pegasus-Theater«.
Einflüsse des im Jahre 1937 veröffentlichten ersten abendfüllenden Zeichentrickfilms »Schneewittchen« von Walt Disney sind deutlich erkennbar, insbesondere in der Figur der Hexe.
Der dänische Text wurde von Helmut Wurz ins Deutsche übersetzt. Die hessische Fassung, aus einer Spiellaune heraus entstanden, stammt von Helmut Senft. Die Charaktere der Figuren kommen in der Mundartfassung drastischer und treffender heraus, denn durch die Ausdrucksmöglichkeiten des hessischen Dialekts in den Dialogen wird der emotionale Aspekt des Märchens sehr viel eindeutiger. Besonders deutlich wird dies bei den Hauptfiguren Hänsel und Gretel, wenn z. B. die schüchterne Gretel ihren Bruder in seiner Persönlichkeitsentwicklung in treffsicherer Mundart unterstützt oder dann selbst eigenständige Entscheidungen in der Konfrontation mit der Hexe trifft, die eben auch sprachlich das dramatische Geschehen der Märchenhandlung vorantreiben.

Der Originaltext der 1980er wurde damals mit Schülern der Brüder-Grimm-Schule in Hanau, Schauspielern des Histoerischen Theaters und Helmut Wurz selbst aufgezeichnet. Diese hessische Mundartvariante des Grimm`schen Märchens wird nun auf der Papiertheaterbühne der Theatergruppe von Frank Buttler im Puppen- und Spielzeugmuseum in Hanau-Wilhelmsbad zu sehen sein.

Wann?

03. Oktober 2019 bis 05. Oktober 2019

Uhrzeit:

17:30

Eintritt:

Vorverkauf ab dem 20. August im Hessischen Puppen-. und Spielzeugmuseum, Telefon 06181/86212 für 5 €

Beschreibung:

Papiertheater

Veranstalter:

Hessisches Puppen- und Spielzeugmuseum Hanau-WilhelmsbadParkpromenade 4 63454 Hanau

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