Geschichte

Die wechselvolle Geschichte des Comoedienhauses Wilhelmsbad

Das Comoedienhaus Wilhelmsbad und sein Baumeister Nach Oben

Historische schwarz-weiß Abbildung des Baumeisters Oberkammerrat Franz Ludwig von Cancrin
Bild: Repro - Quelle: Wilhelmsbad und sein Theater, herausgegeben vom Hessischen Rundfunk und der Comoedienhaus Wilhelmsbad Betriebsgesellschaft Hanau mbH anlässlich des 25. Jahrestages der Wilhelmsbader Produktionen des hr, Mai 1995

Das Comoedienhaus Wilhelmsbad wurde 1781 auf Wunsch des kurhessischen Erbprinzen Wilhelm von Hessen-Kassel (1743-1821) erbaut. Er regierte damals als selbstständiger Landesherr die ehemalige Grafschaft Hanau-Münzenberg und residierte später als Landgraf Wilhelm IX und ab 1803 als Kurfürst Wilhelm der I. in Kassel. Sein Baumeister war der Oberkammerrat Franz Ludwig von Cancrin.

Beim ganz aus Holz bestehenden Innenausbau war Cancrin auf noble Lösungen bedacht. Er setzte damit einen bewussten Kontrapunkt zum schlichten äußeren Bild des kleinen Theaters, von dem letztlich die Bezeichnung „Scheunentheater“ herrührt.

Vier Spielzeiten in den Jahren 1781 bis 1861 Nach Oben

Inserat zur Eröffnung der vierten und letzten Spielzeit in der Hanauer Zeitung vom 8. Juni 1861
Inserat zur Eröffnung der vierten und letzten Spielzeit in der Hanauer Zeitung vom 8. Juni 1861. Bild: Repro - Quelle: s. o.

Das kleine Barocktheater sollte die höfische Gesellschaft unterhalten. Zur Eröffnung wurde die Operette „Tom Jones“ von François André Danican aufgeführt.

Über die Jahrhunderte erlebte das historische Scheunentheater vier kurze Spielzeiten. Als sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts die Badegäste mehr und mehr von Wilhelmsbad abwandten, verfiel das Comoedienhaus - wie auch die anderen zur Anlage gehörenden Gebäude und Einrichtungen - in einen Dornröschenschlaf.

Magazin und Vorratslager Nach Oben

Der fast vollständig verwüstete  Zuschauerraum zu Beginn der Instandsetzung 1968
Der Zuschauerraum zu Beginn der Instandsetzung 1968. Bild: Repro - Quelle: s. o.

In Krisenzeiten musste das Theater immer wieder für Zwecke herhalten, die seiner Erhaltung nicht eben dienlich waren. Es wurde unter anderem als Magazin genutzt und musste Trödel beherbergen. Nach beiden Weltkriegen diente das Gebäude den in Wilhelmsbad einquartierten Vertriebenen und Evakuierten zur Einlagerung von Kartoffeln, Brennstoffen und anderen Vorräten.

Neueröffnung 1969 Nach Oben

Grundriss des Comoedienhauses nach der Restaurierung 1969
Grundriss des Comoedienhauses nach der Restaurierung 1969. Bild: Repro - Quelle: s.o.

1968 übernahm der Frankfurter Architekt Ferdinand Kramer die Restauration des Theaters im Auftrag der hessischen Landesregierung, des Hessischen Rundfunks und der Stadt Hanau.

Seit der Neueröffnung im Oktober 1969 bergen die äußerlich schlichten Mauern wieder ein zauberhaftes kleines Theater, dessen familiäre Atmosphäre der direkten Begegnung zwischen Bühne und Publikum zu verdanken ist. Der Hessische Rundfunk veranstaltete in den Jahren nach der Wiedereröffnung alljährlich seine „Wilhelmsbader Produktionen“, spezielle Hörfunk- und Fernsehproduktionen mit international bekannten Künstlerinnen und Künstlern.
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